Viele wissen das nicht oder verwechseln es mit dem Samenerguss. Dabei ist es eine ganz eigene Form von Lust und Entladung.
Die Flüssigkeit stammt nicht aus den Hoden, sondern aus der Prostata und der Cowper-Drüse. Die befindet sich unterhalb der Prostata und produziert auch die sogenannten Lusttropfen, die Du bei Erregung kennst.
Das männliche Squirten wird über innere Stimulation ausgelöst. Durch Berührung, durch Muskelarbeit und durch inneren Druck, denn Du durch die Stimulation mit den Fingern oder mit der SQUIRTESS MAN aufbauen kannst.
Ob Du Dich selbst entdeckst oder mit jemandem zusammen experimentierst, diese Anleitung hilft Dir, Dich heranzutasten. Ohne Stress. Ohne Zielvorgabe. Lerne einfach etwas Neues an Dir kennen.
🤍 Lass Dir Zeit
Männliches Squirten passiert nicht einfach so. Es braucht Lust, Ruhe, Neugier. Und manchmal auch mehrere Anläufe. Nimm Dir Zeit. Wiederhole, was sich gut anfühlt. Lass weg, was nicht passt. Lass Dir die Freiheit, einfach zu forschen. Ob mit den Fingern oder mit der SQUIRTESS MAN, stress Dich nicht.
🤍 Vorbereitung
Mache es Dir gemütlich, damit Du Dich sicher und wohlfühlst. Ruhe. Kein Stress im Nacken.
Gehe vorher auf die Toilette. Das gibt Dir Sicherheit und hilft Dir, Dich ganz zu entspannen. Viele spüren beim Squirten ein Gefühl, das dem Pinkeldrang ähnelt. Wenn die Blase leer ist, lässt sich das leichter einordnen.
Wenn Du möchtest, kannst Du Deinen Darm reinigen, zum Beispiel mit einem kleinen Klistier. Das ist kein Muss. Aber viele Männer berichten, dass es ihnen mehr Entspannung gibt.
Wähle ein Gleitmittel, das zu Dir passt. Besonders im Analbereich ist ausreichend Gleitfähigkeit wichtig. Ob Gleitgel, Kokosöl oder Massageöl – nimm, was sich gut anfühlt.
🤍 Die Position
Dein Körper darf sich wohlfühlen. Such Dir eine Haltung, in der Du Dich entspannen kannst und gut an Dich herankommst. Die Position darf sich ganz nach Deinem Gefühl auch zwischendurch verändern. Hier ein paar Inspirationen.
Rückenlage – mit erhöhtem Becken
Lege Dich bequem auf den Rücken. Stelle Deine Beine leicht geöffnet und angewinkelt auf. Entweder mit den Füßen flach auf dem Bett oder leicht in der Luft, wenn Du sie halten magst. Ein Kissen oder ein gerolltes Handtuch unter Deinem Po hilft, das Becken leicht zu kippen. Dadurch ist der Zugang zur Prostata etwas gerader und weniger anstrengend.
Wenn Du Deine Beine zusätzlich mit den Händen festhältst oder auf den Seiten abstützt, kannst Du noch gezielter arbeiten – aber auch hier gilt: kein Muss. Nimm Druck raus. Du darfst Dich jederzeit neu sortieren.
Seitenlage – leicht eingerollt
Lege Dich auf die Seite, zum Beispiel auf die linke. Ziehe nun Deine Knie sanft in Richtung Brust, sodass Dein Körper eine entspannte, leicht gekrümmte Form annimmt. Der Vorteil dieser Position ist, dass Du entspannt atmen kannst. Der Bauch bleibt locker.
Diese Haltung ist besonders angenehm, wenn Du entspannen willst. Die untere oder obere Hand kann für die Stimulation verwendet werden. Du kannst ausprobieren, ob Du von vorn oder von hinten stimulieren oder zwischen den beiden Arten wechseln möchtest. Die SQUIRTESS MAN kannst Du ebenfalls gut in dieser Haltung führen – langsam und kontrolliert.
Hocke – bodennah & kraftvoll
Die Hocke ist eine sehr kraftvolle Position. Sie öffnet den Beckenboden auf natürliche Weise. Du bist geerdet, Dein Bauchraum bekommt Platz, und Du kannst gut mit der inneren Drückbewegung experimentieren. Manche Männer lieben die Verbindung zur Erde in dieser Haltung – es fühlt sich archaisch, frei und sehr natürlich an.
Die Hocke eignet sich besonders gut für das bewusste Loslassen und das aktive Herausdrücken.
Auf den Knien – offen und präsent
Geh auf alle Viere und senke Deinen Oberkörper nach vorne, sodass Du mit dem Oberkörper auf einem Polster ruhst oder Dich mit den Ellbogen oder Händen abstützt. Alternativ kannst Du auch aufrecht auf den Knien sitzen, den Oberkörper leicht nach vorne lehnen und Dich mit einer Hand abstützen, während Du mit der anderen erkundest.
In dieser Position ist Dein Becken ganz natürlich gekippt. Das heißt, die Prostata liegt näher an der Öffnung, und Du kommst mit der Hand oder der SQUIRTESS MAN besser hinein. Außerdem fällt es vielen Männern in dieser Haltung leichter, die Muskeln gezielt zu nutzen, um den inneren Druck aufzubauen.
Diese Haltung ist besonders geeignet, wenn Du das Squirten mit bewusster Beckenbodenaktivität kombinieren möchtest.
🤍 Wo genau ist die Prostata
Die Prostata liegt nicht am Arsch der Welt, ist auch kein „leichtes Ziel“, doch mit ein bisschen Geduld und Neugier findest Du sie.
Die Prostata befindet sich etwa 3 bis 5 cm im Inneren des Afters – also gar nicht so tief, wie viele denken. Du führst Deinen Finger oder die SQUIRTESS MAN ein und richtest die Bewegung leicht nach vorn, also in Richtung Deines Bauchnabels.
Du kannst es Dir so vorstellen:
Wenn Du mit dem Finger drin bist, fühlt es sich an wie eine weiche, kleine Kuppe. Ein wenig wie eine Mini-Dattel unter der Haut. Die Fläche fühlt sich anders an als der Rest drumherum. Etwas praller, leicht geriffelt oder schwammartig.
Wenn Du dort ankommst und merkst, dass es sich bei Druck anders und ziemlich besonders anfühlt, bist Du ziemlich sicher richtig.
Einige Männer spüren dort ein leichtes Druckgefühl oder Kribbeln. So, als müsste man mal kurz. Keine Sorge, das ist normal. Das zeigt, dass Du an der Prostata angekommen bist. Der Körper verwechselt das Gefühl manchmal kurz. Einmal verstanden, wird es beim nächsten Mal schon viel klarer.
Und: Falls Du sie beim ersten Mal nicht findest, ist das kein Drama. Der Körper mag es, sich erst ein bisschen kennenzulernen, bevor er gleich alles preisgibt.
🤍 Wie Du die Prostata stimulierst
Wenn Du die Prostata gefunden hast, war das der erste Schritt. Jetzt geht es darum, wie Du sie so berührst, dass sie antwortet. Mit Empathie. Wenn Du vorsichtig bist, kommt sie näher. Wenn Du drängelst und unangenehme Bewegungen machst, zieht sie sich zurück. (So funktioniert die Klitoris übrigens auch. 😉 )
Mit den Fingern
Am Anfang reicht ein Finger. Zwei sind möglich, aber nur, wenn es sich wirklich gut anfühlt. Wichtig: Die Nägel sollten kurz und glatt gefeilt sein. Dein Finger liegt an der Prostata an, mit der Fingerkuppe nach vorn, Richtung Bauchnabel.
Jetzt kannst Du mit einer „Komm her“-Bewegung starten. Sanftes Heranziehen in kleinen Bögen und ohne Druck beim Neuansetzen.
Du kannst auch einfach konstant Druck ausüben. So, wie sich gut für Dich anfühlt. Manche Männer mögen kreisende Bewegungen. Andere kleine Tipper. Andere machen kleine pumpende Bewegungen. Experimentiere und teste aus, was bei Dir angenehme Reaktionen auslöst.
Wenn Du das Gefühl bekommst, dass etwas „zieht“, „kribbelt“ oder „sich aufbaut“ – bleib genau da. Die Prostata ist nicht laut. Sie flüstert eher. Du musst nicht wild werden, um sie zu spüren.
Mit der SQUIRTESS MAN
Die SQUIRTESS MAN gibt Dir zwei Möglichkeiten der Stimulation. Zum einen kannst Du mit dem kegelförmigen Kopf Druck auf die Prostata ausüben. Zum anderen kannst Du mit dem Knubbel die Komm-her-Bewegung ausführen.
Je nachdem, ob Du das Toy von vorn oder von hinten einführst, greifst Du entsprechend in den Griff. Das Toy und Deine Hand werden eins. So kannst Du die gesamte Handfläche und das Handgelenk gezielt im Zusammenspiel für dein Lustspiel nutzen. Du hast volle Kontrolle über den richtigen Winkel, den passenden Druck und die für Dich angenehme Geschwindigkeit. Ein echtes Lustwerkzeug!
🤍 Muskeln & innerer Druck
Nutze Deinen Beckenboden.
Zieh die Muskeln an, als wolltest Du etwas zurückhalten.
Dann drück leicht, als würdest Du etwas hinausbefördern.
Dieses Spiel aus Anspannung und Entspannung bringt Bewegung ins Becken.
Es baut den inneren Druck auf, den es fürs Squirten braucht.
Du kannst diese Muskelarbeit mit der Stimulation kombinieren.
Je mehr Du spürst, desto mehr findest Du Deinen eigenen Rhythmus.
Wenn Du ein Toy verwendest, kannst Du es ganz leicht nach vorn kippen oder sachte bewegen.
Es muss nicht tief sein – oft reicht es, den richtigen Punkt mit konstantem Druck zu erreichen.
🤍 Was geht noch so?
Atmung bewusst nutzen
Die Atmung kann den Körper öffnen oder blockieren. Wenn Du flach atmest, hältst Du Spannung fest. Wenn Du tiefer atmest, besonders in den Bauch, entsteht Raum im Becken. Beim Ausatmen kannst Du den Druck sanft nach außen gleiten lassen. Atme bewusst in die Stelle, wo Du den Druck spürst. Vielleicht ist das für Dich etwas ungewohnt und fühlt sich an, wie Esotherikkram. Doch es ist wirklich etwas dran! Viele Männer kommen mittlerweile auf den Trichter, dass ihre Kraft wirklich fließen kann. Warum sonst möchte das System gern, dass Mann stramm steht, sich nicht rührt und ständig auf Spannung ist? Gelöste, wahrhaft sich über sich selbst bewusste Männer sind kraftvoll und einfach herrlich!
Kleine Beckenkreise oder Mikrobewegungen
Bewege Dein Becken minimal – wie in einer langsamen Wellenbewegung. Oder kipp es ganz leicht vor und zurück. Das mobilisiert die Muskulatur rund um die Prostata herum und kann das Gefühl intensivieren. Wenn Du die SQUIRTESS MAN nutzt, bewegt sie sich dabei automatisch ein bisschen mit. Das kann den Reiz verstärken.
Sanfte Berührung rund um das Dammgebiet
Zwischen After und Hoden liegt der sogenannte Damm. Dort kannst Du mit der flachen Hand oder den Fingerkuppen sanften Druck ausüben. So wird die Prostata sozusagen von innen und außen gleichzeitig stimuliert. Das kann ein zusätzliches Kribbeln in den Beckenboden schicken.
Wärme zuführen
Ein warmes Handtuch im Lendenbereich kann beim Entspannen helfen. Wärme weitet die Gefäße und fördert das Fließen. Der Körper öffnet sich leichter, wenn er nicht friert.
Gedanklich lockerlassen
Manchmal blockiert genau der Gedanke: Es müsste jetzt kommen. Dann hilft ein mentaler Trick: Sag Dir innerlich ganz bewusst: Ich muss gar nichts. Ich genieße einfach. Wenn Du den Druck rausnimmst, kommst Du oft genau dorthin.
Stimulation kurz unterbrechen
Ein kurzer Stopp kann Wunder wirken. Wenn der innere Druck sich aufbaut, aber nichts kommt, mach eine Weile Pause. Halte den Druck kurz an und starte dann langsam wieder. Diese kleine Spannungspause kann den Impuls verstärken. Nennt man das dann Squirt-Edging? ;-)
🤍 Es kommt
Wenn Stimulation, innerer Druck, ein Gefühl des Loslassen-wollens zusammenspielen, kommt ein ganz besonderes Gefühl. Es ist anders als beim Samenerguss. Es baut sich nicht wie ein klassischer Orgasmus auf, sondern ist mehr wie ein sanftes Drängen von innen. Etwas will sich entladen.
Du kannst dieses Gefühl einfach genießen, Dich überraschen lassen, was passiert und mit dem Flow gehen. Du kannst aber auch bewusst mit folgenden Anregungen (höhö) spielen.
Inneres Drücken
Nutze Deine Muskulatur. Drücke sanft nach unten, wie beim Stuhlgang, nur kontrollierter. Nicht pressen. Eher so, als würdest Du die Flüssigkeit vorsichtig hinausschieben wollen. Diese Bewegung unterstützt die Entladung. Du kannst das auch in kleinen Wellen machen.
Einfach fließen lassen
Manchmal brauchst Du nichts weiter tun. Doch auch für Nichtstun kannst du Dich bewusst entscheiden. Es kommt einfach. Ohne Zutun. Wie ein kleiner Strom, der sich seinen Weg sucht. Das passiert oft, wenn Du tief im Genuss bist und die Muskeln entspannt sind. Dein Körper übernimmt dann ganz von selbst.
Fass Dein Glied an
Wenn Du das Gefühl hast, dass die Lust steigt, aber noch nicht ausreicht –
kann eine zusätzliche Stimulation des Penis das Entladen auslösen. Sanft streicheln, halten, umspielen. Du weißt, was sich für Dich gut anfühlt.
Diese zusätzliche Stimulation kann den entscheidenden Impuls geben. Manche erleben dadurch einen Squirting-Orgasmus, ohne dass Samenflüssigkeit austritt. Andere haben sogar beides – Prostatafluss und Ejakulation gleichzeitig oder nacheinander.
Es gibt kein richtiges Muster. Nur Deine Reaktion. Dein Empfinden. Deine Lust.
Und wenn nichts kommt? Auch das ist okay. Du hast Deinem Körper Aufmerksamkeit geschenkt. Du hast ihn berührt, eingeladen, gefühlt. Das allein ist wertvoll.
🤍 Was kommt da heraus?
Die Flüssigkeit, die beim männlichen Squirten austritt, ist nicht wie ein klassischer Samenerguss. Sie ist dünnflüssiger, meist klar, manchmal leicht milchig. Sie stammt aus der Prostata oder der Cowper-Drüse.
Die Männliche Squirtflüssigkeit enthält keine Spermien. Deshalb ist sie nicht klebrig oder zäh. Der Geruch ist meist neutral.
Die Flüssigkeit kann tröpfeln, fließen oder auch herausspritzen. Manche spüren den Schub deutlich. Bei anderen ist es mehr ein langsames, fließendes Gefühl. Egal, wie das bei Dir ist. Alles ist normal. Es kommt vor allem auf das Gefühl an, nicht, ob Du die Fliege an der Deckenlampe abschießen kannst.
Deine Squirtflüssigkeit tritt in der Regel durch die Harnröhre aus. Aber es kann auch sein, dass Du sie innerlich spürst, ohne dass etwas sichtbar ist.
Es gibt keine feste Form, wie das Squirten ablaufen muss. Nur Dein Empfinden zählt.
🤍 Was passiert danach?
Nach dem Squirten wirst Du wahrscheinlich merken, dass Dein Körper entspannt. Oft stellt sich Ruhe ein. Manche schlafen danach ein. Andere sind einfach nur zufrieden.
Manchmal kommt dabei viel Lust. Manchmal einfach Entspannung.
Du hast Dir etwas Gutes getan, Deinen Körper besser kennengelernt und Deine wundervolle Männlichkeit entfesselt!